Kommunalwahl in Olsberg
Am 14. September die Linke wählen
Unser Kommunalwahlprogramm für Olsberg und Bestwig
Unsere Forderungen zu den Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen am 14. September 2025
Als neu gegründeter Ortsverband ist es uns wichtig, Sie als Bürgerinnen und Bürger aktiv miteinzubeziehen.
Unser Wahlprogramm basiert also auf mehreren Dingen: Gemeinsame Abstimmung, programmatische Grundsätze der Linken und Gespräche mit den Bürgerinnen und Bürgern im Raum Olsberg-Bestwig!
Der folgende Text ist in leichter Sprache, kurz und bündig in Themen eingeteilt, so dass er für alle verständlich ist.
Bei Fragen melden Sie sich gerne trotzdem per E-Mail, über unsere sozialen Medien oder sprechen Sie uns persönlich an unseren Info-Ständen an!
Ohne Auto in Olsberg und Bestwig voranzukommen ist oft schwierig, teuer oder beides in Kombination.
Das muss und darf nicht so sein!
Um es allen Menschen in unserer Region zu ermöglichen, auf das Auto als umweltschädliches Fahrzeug zu verzichten, fordern wir:
- Ein Sozialticket für 9€
Das hat bereits 2022 wunderbar funktioniert, es war für den Staat nicht zu teuer und hat es auch Menschen mit wenig Einkommen ermöglicht, Bus & Bahn zu nutzen.
- Instandhaltung und Absicherung der Fuß- und Radwege im Stadtgebiet
Es muss möglich sein, sicher zu Fuß zu gehen oder das Rad zu nehmen. Die Radwege an der B480 wurden oft als zu gefährlich beschrieben - dem können wir uns anschließen.
Fußwege müssen (beispielsweise bei den Ruhrauen) besser ausgeleuchtet werden um gerade zur dunklen Tageszeit ein Sicherheitsgefühl zu schaffen. Die Straße und der damit verbundene Bordstein am Steinkleff, Richtung Antfeld, beispielsweise ist dermaßen schlecht ausgeleuchtet, dass es kein Wunder ist, wenn die Menschen Abends lieber das Auto nehmen. Man fühlt sich schier unwohl - das können und wollen wir nicht hinnehmen!
- Eine Mitfahrbank
In Städten wie Marsberg und in Brilons Dörfern kommt sie schon teilweise vor: Eine Bank, wo man sich hinsetzen kann, wenn man von den Dörfern in die nächste Stadt muss. Schaut man sich Assinghausen an, ist es mit dem Bus teilweise deutlich aufwändiger, nach Olsberg zu kommen, als mit dem Auto.
Wir sagen: Wenn schon Auto, dann doch gerne mit Fahrgemeinschaften. Wer jemanden mit nach Olsberg, Bestwig oder eins der zugehörigen Dörfern nehmen kann, hält an der Mitfahrbank an und sammelt die Person dort ein.
So spart man Co2-Emissionen und stärkt das soziale Miteinander auf dem Land.
- Ausbau und Subventionierung des ÖPNV vor Ausbau der Straßen
Die Gelder der Stadt sollten zuerst in den Ausbau des Schienennetzes und der Buslinien fließen. Vor allem Schülerinnen und Schüler, die auf die öffentlichen Verkehrsmittel angewiesen sind, klagen über zu wenig Busse, die darausfolgend auch entsprechend voll sind. Das ist nichts, was man als Stadt Olsberg und Stadt Bestwig nicht angehen kann! Der Busfahrer-Beruf muss attraktiver werden und es muss der RLG und Westfalenbus mehr Anreize gegeben werden, mehr Busse einzusetzen.
Durch die Sperrung des Elleringhausener Tunnels sind die Fahrtzeiten aus Olsberg heraus teilweise unerträglich lang - das soll wegen Kontaminierungen voraussichtlich bis 2029 so bleiben. Das ist so nicht hinnehmbar! Wir fordern die Stadt Olsberg gemeinsam mit der Stadt Brilon dazu auf, sich dafür einzusetzen, den Erneuerungs- und Sanierungsprozess zu beschleunigen!
Gerade aus einer ökologischen Perspektive sollte der ÖPNV stets Priorität haben und dem Straßennetz vorgezogen werden.
Die Preise pro Quadratmeter liegen in Olsberg aktuell bei bis zu 9,30€. In Bestwig bis zu 8,24€. Das bedeutet, man bezahlt für eine 80m²-Wohnung 744€ bzw. 659,20€ im Monat! Das ist eindeutig zu teuer.
Wohnen muss bezahlbar werden! Um das zu erreichen, fordern wir:
- Die stärkere Förderung von sozialem Wohnungsbau
Mehr städtische Mittel für den Bau von Sozialunterkünften! Dazu gehören auch würdevolle Obdachlosen- und Asylunterkünfte.
- Leerstehende Gebäude für soziale Zwecke nutzen
Leerstehende Gebäude werden oft aufgekauft und dann zwecklos stehen gelassen. Währenddessen wissen täglich manche Menschen nicht, wo sie schlafen sollen. Das wollen wir nicht akzeptieren! Wir fordern, dass leerstehende Gebäude mit bezahlbarem, menschenwürdigen Wohnraum ausgestattet werden! Wir dürfen die Schwächsten unserer Gesellschaft nicht vergessen.
Mit der Insolvenz des St. Josef Hospitals in der Sachsenecke in Olsberg fiel 2009 ein Gesundheitsstandort, zentral in Olsberg gelegen, weg. Geplant ist dort ein umfassender Komplex mit ambulant betreutem Wohnen, einem Seniorenheim und Tagespflegeeinrichtungen.
Dieses Vorhaben unterstützen wir!
Das Bauvorhaben sollte schnellstmöglich abgeschlossen werden, damit der Gesundheitsstandort wieder hergestellt werden kann. Eine Unterkunft in dem kommendem Komplex sollte dann bezahlbar sein, damit dort auch finanziell schwache Seniorinnen und Senioren unterkommen können. Dies würde auch Menschen aus der Umgebung herbringen und somit die Wirtschaft wieder ankurbeln. Umfassende Investitionen städtischerseits wären also durchaus sinnvoll.
Darüber hinaus fordern wir:
- Aufklärungsarbeit über psychische Krankheiten
Die Stadt sollte (eventuell in Zusammenarbeit mit dem Hochsauerlandkreis) eine zuverlässige Aufklärungsarbeit über psychische Krankheiten durchführen und somit die Stigmatisierung betroffener reduzieren.
Es gibt nichts schlimmeres, als sich als Person mit psychischen Erkrankungen nicht ernstgenommen zu fühlen.
Demnach sollten auch Schulungen der Unteren Gesundheitsbehörde beim Kreis für Ärztinnen und Ärzte sowie Arbeitgebende angeboten werden, welche einen unsensiblen Umgang mit Krankschreibungswünschen präventionieren.
Hier sollte man ganz klar auch die Schulen miteinbeziehen: Workshops, Unterrichtsbesuche und ähnliches würden sicherlich dazu beitragen, den Umgang mit psychischen Krankheiten in der Schule - sei es unter Lehrkräften oder Lernenden - zu verbessern.
- Förderung von Hilfsangeboten zur Depressions- und Suizidprävention
In Olsberg-Bigge gibt es bereits eine Selbsthilfegruppe für Menschen mit depressiven Verstimmungen. Die Stadt Olsberg sollte die Verantwortlichen der Selbsthilfegruppe stärker mit einbeziehen und sich proaktiv erkundigen, wo es Optimierungsbedarf im Umgang mit Suizid und Depressionen (aber auch anderen Erkrankungen!) gibt. Sie sollte Veranstaltungen öffentlich bewerben, gemeinsame Kampagnen planen,finanziell unterstützen und selbst verwaltungsintern Fachpersonal einstellen, an welches sich die Mitarbeitenden der Stadt bei depressiven oder suizidalen Gedanken, wenden können. Auch sollte die Burnout-Prävention eine höhere Priorität genießen.
In Bestwig hingegen gibt es noch keine Selbsthilfegruppe; Hier muss die Stadt Bestwig deutlicher auf andere existierende Angebote wie das St. Altrid Gesundheitszentrum in Berlar hinweisen und ggf. zu eben diesen Angeboten vermitteln.
Wir sehen es ganz klar als kommunale Zuständigkeit, auf die psychische Gesundheit der Menschen genau so zu achten wie auf die physische Gesundheit! Das Gesundheitsamt des HSKs zeigt hier schon gute Ansätze: Es muss aber auch bei den Menschen in den einzelnen Städten ankommen und da sehen wir die Zuständigkeit der Stadtverwaltungen in Olsberg in Bestwig.
- Gesundheitsversorgung in die kommunale Hand nehmen, nicht einfach dem Markt überlassen
Wir fordern, dass Olsberg, Bestwig und der HSK die Gesundheitsversorgung wieder weniger privaten Investoren überlassen, sondern es in die öffentliche Hand nehmen. Das heißt:
- Praxisräume aufkaufen und günstig zur Verfügung stellen!
- Gründung einer Gesundheitsgesellschaft Olsberg bzw. Bestwig mbH, die aus städtischer Hand medizinische Versorgung gegen bezahlbare Preise für alle zur Verfügung stellt - Die Einnahmen könnten direkt in den städtischen Haushalt fließen!
- Gesundheitsmonitoring einführen: Wo fehlt was für ein ärztliches Personal? Wie wäre unsere gesundheitliche Versorgung im Krisenfall? Damit bei Notständen schneller reagiert werden kann!
"Die Politik in Olsberg ist träge. Man macht selber nichts und hofft einfach, dass die da im Stadtrat schon machen, was gut ist.." - Ein Satz, der uns begegnete und auf viel Zustimmung stieß. Wir wollen das nicht einfach hinnehmen, sondern dieses reale Bedenken angehen! Das stellen wir uns wie folgt vor:
- Anschaffung von offenen Beiräten zum Stadtrat
Wir möchten die Bürger direkt in unsere Stadt- bzw. Gemeinderäte integrieren. Das soll durch folgende, weitere Beiräte geschehen:
- Mütter- und Familienbeirat (zum Sozialausschuss)
- Beirat für psychisch Erkrankte Personen
- Beirat für medizinisches Personal
- Beirat für Seniorinnen und Senioren (zum Sozialausschuss)
- Integrationsbeirat
- Vereinsbeirat / Ehrenamtsbeirat
- Beirat für Menschen mit Einwanderungsgeschichte
- Jugendbeirat
- ... ggf. weitere je nach Zusammensetzung der neuen Stadt- und Gemeinderäte
Diese Beiräte sollen dazu dienen, die Interessen und Bedenken der jeweiligen Menschengruppen direkt in den Stadtrat zu integrieren. Der Beirat soll wie eine Art offener Treff fungieren, wo jeder Mensch grundsätzlich teilhaben kann. Vor jeder Sitzung des Stadtrats stimmen die Beiräte dann eine Person ab, die die gemeinsam festgelegten Themen in der Stadtratssitzung ansprechen soll. Die Redezeit kann vom Stadtratsvorsitzenden vor jeder Sitzung festgelegt werden.
- Implementierung eines Jugendparlaments für Olsberg und Bestwig (seperat)
Uns schwebt es vor, ein tatsächlich demokratisch zusammengesetztes Jugendparlament zu etablieren. Dafür würde jeder Mensch bis 25 einmal pro Jahr Vertretende in das Parlament wählen können. Das Jugendparlament agiert dann als gemeinsames Beschlussgremium, welches über den Jugendbeirat Anträge im Stadtrat / Sozialausschuss einbringen kann. So bringt man die jugendliche Partizipation auf die höchstmögliche Stufe und die einzigen Kosten wären eine nutzbare Räumlichkeit in regelmäßigen Abständen. Das Jugendparlament sollte sich bestmöglich selbst verwalten und alle Vertretende wählen ihren Vorsitzenden mit jeder neuen Konstituierung.
- Gründung eines breiten Bündnisses für Demokratie
Die Stadt Brilon macht es schon vor: Mehrere demokratische Parteien bilden zusammen mit Vereinen und Organisationen ein Bündnis, welches sich für Demokratie, Freiheit und Rechtsstaatlichkeit einsetzt. Wir wollen das auch in Olsberg einführen. Gemeinsam mit Vereinen, Parteien, Unternehmen, Verbünden und Gewerkschaften. Auch einzelne Bürgerinnen und Bürger sollen teilhaben dürfen. Erste Gespräche gemeinsam mit den Grünen in Olsberg gab es bereits, konkrete Planungen wurden aber aus organisatorischen Gründen auf den Zeitraum nach der Wahl verschoben.
- Offene Sprechstunden unsererseits für die Bürgerinnen und Bürger
Langfristig streben wir an, eine feste Räumlichkeit zu besitzen. Unter anderem, um dort eine regelmäßige Sozialsprechstunde anbieten zu können. Dabei wollen wir beim Ausfüllen und Verstehen von amtlichen Formularen helfen und uns auch die Probleme der Menschen anhören. Dazu benötigen wir jedoch logischerweise erst die besagte Räumlichkeit und (bestenfalls ehrenamtliches) Fachpersonal.
- Interesse an den Menschen, nicht nur an Wahlerfolgen
Schon jetzt, während des Wahlkampfes, klingeln wir an vielen vielen Haustüren, um uns die Sorgen und Probleme der Menschen anzuhören. Von zu teurem Einkauf über zu niedrige Rente bis zu unsicheren Radwegen sind viele Sorgen dabei. Diese Haustürgespräche wollen wir auch nach den Wahlen fortsetzen.
- Etablierung der DorfFunk-App für Bestwig und die Dörfer Olsbergs und Bestwigs
In der Kernstadt Olsberg existiert die DorfFunk-App, eine App, wo man sich austauschen, Hilfe anbieten / suchen, Inserate erstellen und kommunalpolitische Änderungen mitbekommen kann, bereits. Wir fordern, dass die Stadt Bestwig sich dort ebenfalls registriert und alle Dörfer des Raumes Olsberg-Bestwig dort ebenfalls registriert werden.
Klare Kante gegen Rassismus
Als Linke sehen wir es als unsere Verpflichtung an, auch bei den Kommunalwahlen auf Rassismus hinzuweisen. Um Rassismus zu bekämpfen schlagen wir folgendes vor:
- Städtische Aufklärungs- und Sensibilisierungsarbeit über Alltagsrassismus
Die Städte sollten in vernünftige Aufklärung über rassistische Vorurteile investieren, um migrantische Personen vor Anfeindungen zu schützen. Auch sollten die Angestellten der Stadtverwaltung darauf sensibilisiert werden, Diskriminierung im Allgemeinen zu unterlassen.
- Öffentliche Aufklärungsarbeit der Stadtverwaltung
Die Stadt Olsberg und die Stadt Bestwig sollten die sozialen Medien dazu nutzen, regelmäßig über Rassismus aufzuklären. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, auf dieses Problem hinzuweisen und schöne Vorlagen verschiedenster Nichtregierungsorganisationen, die genutzt werden können.
- Kampagnen und Veranstaltungen am internationalen Tag gegen Rassismus (21. März)
Der 21. März ist seit 1966 von den Vereinten Nationen als internationaler Tag gegen Rassismus deklariert - Eine gute und einfache Gelegenheit, von seitens der Stadtverwaltungen Informationsveranstaltungen durchzuführen und vor allem Betroffene anzuhören!
Auch unsererseits sind derartige Aktionen in Aussicht.
Familien, Kinder und Jugendliche werden vor allem in Olsberg oft vergessen oder vernachlässigt - dabei bilden sie die Wurzel unserer Gesellschaft und auch unsere Zukunft. Wir fordern daher:
- Gebührenfreie KiTa-Plätze
Aktuell ist es so, dass man in Olsberg mehr Gebühren zahlt, wenn man sein Kind länger in die KiTa geben muss. Gleichzeitig wird aber sowohl gesellschaftlich als auch politisch nicht hinterfragt, welche Alternative Eltern mit einer 40-Stunden-Woche denn haben! Einerseits wird gefordert, die Menschen sollen doch mehr arbeiten, andererseits wird dann aber nicht beachtet, welche Gebühren da durch anfallen. Daher fordern wir: Die Kindertagesstätten sollten in Olsberg durch Mittel der Stadt oder des Landes finanziert werden, nicht durch die Eltern! Nicht bei den Familien sparen!
- Spielplätze sauber und sicher halten
Einige Kinder beklagten uns gegenüber, der Generationenpark in Olsberg wäre ständig vermüllt, es würden Scherben rumliegen und die Sitzgelegenheit in dem Turm der großen Spielanlage wurde abgeschlossen, weil dort immer Jugendliche sitzen, rauchen und Müll hinterlassen würden. Es kann nicht die Reaktion sein, den Eingang dort mit Brettern zuzunageln! Stattdessen sollte man....
- Beschäftigungsangebote für Jugendliche einrichten
In Olsberg-Bigge gibt es seit Anfang des Jahres endlich wieder ein Jugendzentrum. Das finden wir sehr wichtig! Es muss sich aber finanzieren können und auch mit der Zeit gehen - Dabei setzen wir auf die Unterstützung der Stadt. Proaktive Kooperation des Jugendamtes (nicht bloß über die Internetpräsenz), finanzielle Mittel und auch das Bewerben künftiger Veranstaltungen des Jugendhauses wären unsere Vorschläge, wie das Jugendhaus auf das Radar der Jugendlichen gelangt und sich dabei auch keine Gedanken um die Finanzierungsfrage machen muss.
- Jährliche Olsberger Kirmes wiedereinführen
Die Kirmes war, wie wir mitbekamen, ein Ereignis, auf dass die Kinder und Jugendlichen schon das ganze Jahr über gefreut haben. Als dann 2018 verkündet wurde, sie soll künftig abgeschafft und durch Stadtfeste ersetzt werden, war dies das Ende einer Ära für viele Menschen in Olsberg. Wir sagen: Warum denn nicht beides? Das eine steht dem anderen doch nicht im Weg! Vereine und lokale Unternehmen können auch auf weiterhin existierenden Stadtfesten Werbung betreiben, ohne dass die Kirmes abgeschafft wird. Wir fordern daher die Wiedereinführung der Kirmes mit verbesserten Sicherheitsmaßnahmen, um Konflikte vorzubeugen bzw. beenden zu können. Das würde sicherlich auch städtische Tourismuseinnahmen ankurbeln.
- Sportvereinen mehr Interesse bekunden
Die neu gewählten Stadträte könnten alternativ zum Vereinsbeirat mit Vertretenden aller Fraktionen und den neuen Bürgermeistern eine Art regelmäßge "Vereinstour" machen und alle Sportvereine der jeweiligen Stadtgebiete in Olsberg und Bestwig besuchen. Hier könnte man sich erkundigen, was die Vereine stört und wo die Politik mehr anpacken müsste. Auch unpolitische Themen, wie aktuelle Spielergebnisse oder ähnliches könnten angesprochen werden, um den Vereinsmitgliedern deutlich zu machen, wie dankbar die Stadt für ihr Engagement ist. Der Fokus sollte hier auf den Jugendsektionen der Vereine liegen, da es für Jugendliche teils deutlich schwieriger ist, einen Draht zur Politik zu finden. Eine solche Vereinstour würde Interesse, Dankbarkeit und Bürgernähe ausdrücken und würde somit auch andere Menschen animieren, eventuell Vereine zu gründen und sich ehrenamtlich zu engagieren.
Von Seiten unseres Ortsverband sind derartige Aktionen künftig auch denkbar!
- Stadtratssitzungen besser vereinbar mit dem Mutter- bzw. Familienleben gestalten
Wir brauchen mehr Mütter in der Politik: Sie verstehen die Sorgen der Wurzel unserer Gesellschaft und vor allem auch die der Kinder und Jugendlichen! Oft ist das Mutterdasein aber eine persönliche Hürde, um ehrenamtlich in den Stadtrat zu ziehen. Man muss jedes mal eine Betreuung für die Kinder organisieren, vor allem Alleinerziehende Mütter. Es sollte daher in einem separaten Raum evtl. eine kleine Beschäftigungsmöglichkeit für die Kinder geben, damit die Eltern Ihre Kinder mit in die Rathäuser nehmen können und dabei nicht die Ratssitzung stören. Das wäre mit zwei- bis maximal kleinen dreistelligen Beträgen abgetan und würde eine große Hürde abbauen.
Im Jahr 2024 nahm der Angriff auf Demonstrationen für LGBTQ-Rechte (Christopher-Street-Day-Veranstaltungen) durch Rechtsextremisten zu. Das ist nicht nur wegen der Betroffenen nicht akzeptabel: Es hat auch eine Wirkung auf alle Queeren Menschen, die von diesen Nachrichten mitbekommen. Sie fühlen sich noch mehr, als würden sie gar nicht in unsere Gesellschaft gehören. Die Stigmatisierung queerer Menschen steigt! Gerade auf dem Dorf, wo jeder jeden kennt, fühlt man sich schnell "anders" oder "komisch" - einfach weil man sich alleine mit seiner sexuellen Identität fühlt. Auch im Raum Olsberg-Bestwig ein reales Problem. So wollen wir dagegen vorgehen:
- Mehr Sichtbarkeit verschaffen
Potenzielle überparteiliche Queer-Netzwerke durch Solidarität und Öffentlichkeit fördern. Auf allen Kanälen der Stadtverwaltungen in Olsberg und Bestwig auf sie aufmerksam machen.
- Anlaufstellen schaffen
In Arnsberg, Brilon und auf Landesebene gibt es teilweise schon private Angebote. Es sollte aber auch professionelle Anlaufstellen seitens des Gesundheitsamtes geben. Dazu muss die Stadt in Kooperation mit der unteren Gesundheitsbehörde eine Einrichtung etablieren, die regelmäßig eine Sprechstunde für Queere Menschen, die sich alleine fühlen anbietet. Sie soll Aufklärungsarbeit leisten und immer wieder darauf aufmerksam machen, dass man mit einer nicht-heterosexuellen Orientierung weder krank, noch alleine ist. Das hilft nicht nur den Menschen, sondern beugt auch Suizid, Vereinsamung, Selbstzweifel und Depressionen vor.
- Städtisches Bewerben einer potenziellen "CSD-Initiative"
Sollte sich in Olsberg oder Bestwig eine CSD-Initiative wie die Initiative "Soest ist Bunt" gründen, sollte die Stadt sie vor allem mit öffentlicher Werbung und Solidarität unterstützen. Die Sichtbarkeit der Stadtverwaltung auf eventuellen Veranstaltungen würde auch Haltung beweisen und Kante gegen Homophobie und für Menschenrechte zum Ausdruck bringen.
Unser Ortsverband beteiligt sich übrigens gerne an der Gründung einer solchen Initiative. Alleine, aus eigener Kraft, ist es für uns derzeit organisatorisch leider (noch) nicht möglich, aber sollte eine solche Gründung anstehen sind wir gerne mit voller Tatkraft dabei!
Transparenz schafft Klarheit und Verständlichkeit. Wenn die Arbeit der Stadtverwaltungen und Stadträte in Olsberg transparent und verständlich für alle ist, ermöglicht das politische Teilhabe und außerparlamentarische Oppositionsarbeit für die breite Bevölkerung. Es ist also ein rein demokratisches Grundprinzip, so transparent wie möglich zu arbeiten. Dazu gehört für uns:
- Live-Übertragung der öffentlichen Ratssitzungen
Jede öffentliche Ratssitzung sollte Live auf YouTube, Instagram, Facebook und evtl. der Website der Stadtverwaltungen übertragen werden. Eine Forderung, die bereits viele Parteien und Einzelpersonen in Olsberg und Bestwig fordern und die in Menden auch schon umgesetzt wird. Wir schließen uns dieser Forderung an, da es keine besondere technische Expertise erfordert und leicht umzusetzen ist. Zudem ermöglicht sie die Barrierefreie Information über aktuelle Themen in den Stadträten.
- Einrichtung einer Bürgerplattform für Fragen an den Stadtrat
Unsere langfristige Vision für Olsberg-Bestwig (aber auch den ganzen HSK) sind Bürgerräte. Auf dem Weg dahin fordern wir die oben genannten Beiräte, aber auch ein System, welches es Bürgerinnen und Bürgern ermöglicht, kritische Fragen an den Stadtrat zu stellen. Auf Bundes-, Landes- und Europaebene gibt es ja bereits "abgeordnetenwatch.de" - ein solch umfassendes System wäre auf kommunaler Ebene nicht nötig, aber eine einfache Möglichkeit, Fragen zu stellen oder Anregungen in den Stadtrat einzubringen wäre eine gute und einfache Möglichkeit, die Menschen aktiv, auch außerhalb von Wahlen, in die Politik einzubinden.
Der effektive Schutz unseres Klimas beginnt - wie so vieles - in unseren Kommunen. Auch direkt hier vor Ort im Raum Olsberg-Bestwig müssen wir alles dafür tun, dass der menschengemachte Klimawandel bekämpft wird. Unsere Forderungen dazu:
- Solaranlagen auf großen Dachflächen
Auf städtischen Gebäude im Raum Olsberg-Bestwig müssen großflächig Solaranlagen installiert werden. Die Flächen sind so oder so vorhanden, wieso sollte man diese nicht für nachhaltige Energie nutzen?
Für private große Dachflächen sollte es den Eigentümer/innen erleichtert werden, entsprechende Anlagen dort zu errichten.
- Klimaneutralität bis (spätestens) 2035
Der Bund, aber auch Olsberg und Bestwig direkt, sollten das Ziel anstreben, bis 2035 klimaneutral zu werden. Streben dies alle Kommunen Deutschlands an, ist das Ziel schneller erreicht.
- Beibehaltung der Windenergieanlagen
Die Windkraft ist die deutlich umweltfreundlichere und günstigere Alternative zur Atomkraft. Man spart sich die aufwändige und fragwürdige Endlagerung, den teuren Brennstoff und die kostenaufwändige Instandhaltung. Über die wegfallenden Gefahren durch nukleare Stoffe braucht man gar nicht erst reden.
- Bahnfahren attraktiver machen
Wie bereits erwähnt, fordern wir ein bezahlbares Sozialticket für 9€. Das macht das Autofahren im Verhältnis teurer und das Bahnfahren attraktiver. So spart man viele CO²-Emmissionen ein.
- Begrünung der Stadt ausbauen
Hohe Fassaden beziehungsweise große Flächen sollten begrünt werden, mehr lokale Pflanzen auch außerhalb der Parkanlagen anpflanzen. Hierfür könnte man beispielsweise Efeu oder Mauerpfeffer verwenden.Auch mehr Bäume wie die Hainbuche oder die Vogelkirsche könnte man pflanzen. So schafft man mit ökologisch wertvollen Pflanzen mehr Biodiversität, natürliche Staub- und CO²-Filter und potenzielle Schattenplätze. Hinzukommend verschönert es das Stadtbild Olsbergs und Bestwigs auch.
- Car-Sharing Unternehmen anwerben
Car-Sharing muss kein "Großstadt-Exklusives" Privileg sein. Auch auf dem Dorf bringt es viele, vor allem ökologische, Vorteile mit sich. Die Stadt könnte entsprechende Unternehmen mit exklusiven Vorteilen auch in unsere Dörfer und die beiden Kernstädte holen.
In Zeiten globaler Kriege und vieler Auseinandersetzungen steigen die Einwanderungszahlen. Der Hass und die Hetze gegen Migrantinnen und Migranten ist schon lange in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Wir stellen uns konsequent dagegen, und sehen die Dinge etwas anders als die anderen Parteien:
- Narrative über Einwanderung bekämpfen
Die Parteien der Mitte und links der Mitte müssen wieder aktiv gegen das Narrativ, dass die Zuwanderung die Ursache allen Übels ist, vorgehen.
Wir fordern entsprechende Parteien dazu auf, das öffentlich zu tun und die entsprechende Politik im Stadtrat Olsberg und Stadtrat Bestwig durchzusetzen.
Wir selbst werden das gleiche tun.
- Die Stadtverwaltungen entlasten, durch...
- Schnellere, unkompliziertere Verfahren
- Mehr Stellen für Verwaltungsangestellte, Beruf attraktiver gestalten
- Mehr Gelder von Land und Bund für die Kommunen zur Finanzierung von Unterkünften und Dolmetschern
- Schnellere Arbeitserlaubnis von der Unteren Ausländerbehörde beim HSK
Die Ausländerbehörde beim Kreis muss Asylbewerber/innen schneller eine Arbeitserlaubnis erteilen. Dafür sollten Olsberg & Bestwig sich - auch im eigenen Interesse - einsetzen.
- Verpflichtende Mindestanforderungen für die Asylunterkünfte
Die Unterkünfte für Asylbewerber/innen müssen menschenwürdige Mindestanforderungen erfüllen und es muss eine zugängliche Beschwerdestelle geschaffen werden.
Allgemein setzen wir uns auf Bundesebene als letzte Partei konsequent für das Recht auf Asyl ein. Wir stehen konsequent hinter dem Satz "Kein Mensch ist illegal!".
Zunächst könnte man meinen, Bürgergeld wäre ein reines Thema für die Bundesebene. Aber auch die Kommunen haben Handlungsspielraum. Daher fordern wir:
- Keine Sanktionen für Totalverweigerer
Wir sind vollkommen dagegen, die Ärmsten unserer Gesellschaft auch nur im Ansatz noch zu sanktionieren. Die meisten Bürgergeldempfänger/innen beantragen Bürgergeld nicht, weil sie einfach keine Lust haben, zu arbeiten. Die Debatte über diesen Anteil der bundesweit 20.000 Menschen nicht übersteigt, ist eine reine Scheindebatte um den Diskurs von den tatsächlichen Problemen abzulenken. Die Ärmsten unserer Gesellschaft werden zum Sundenbock erklärt! Wir stehen konsequent dagegen und fordern das genaue Gegenteil, auch - aber vor allem - auf kommunaler Ebene:
- Sanktionsfreie Mindestsicherung für jeden Menschen
1200€ für Menschen über 18 Jahren und 658€ für Menschen unter 18 Jahren. Diese Mindestsicherung soll die Leistungen beim Bürgergeld für den Lebensunterhalt, die Unterkunft und Heizung, die Grundsicherung im Alter, die Asylbewerberleistungen und die Arbeitslosenversicherung ersetzen und von Bundesmitteln finanziert werden.
So muss sich niemand mehr Gedanken um steigende Lebensmittelpreise im Supermarkt oder zu teure Mieten machen.
Wir freuen uns auf die politische Zukunft und sind immer pragmatisch orientiert.
Außerdem appellieren wir an alle demokratischen Parteien, im Umgang mit uns das gleiche zu tun. Diverse Unvereinbarkeitsbeschlüsse mit demokratischen Parteien müssen zur Seite gelegt werden.
Abschließend möchten wir ausdrücklich dazu aufrufen: Gehen Sie wählen! Wählen Sie demokratisch, wählen Sie links und sozial.
Macht Olsberg mit links,
am 14.09.2025 Die Linke in den Stadtrat und Mesut Boese zum Bestwiger Bürgermeister wählen!
Ihr Ortsverband "DIE LINKE." Olsberg-Bestwig
Ihr Ortsverbandssprecher Luke Matthias
Kontakt OV Olsberg-Bestwig
Liste für den Stadtrat Olsberg
Günter Villnow
73 Jahre alt
Selbstständig im EDV-Bereich "Betriebsinformatik"
Kontakt: dielinke@villnow.de
Brigitte Mauthner
64 Jahre alt
Kauffrau im Büromanagement - aktuell in Rente
Kontakt: dielinke@onlinebm.de


